Weser-Kurier: Über die FDP schreibt Moritz Döbler:



















Bremen (ots) – Die FDP hat eine so wechselhafte Geschichte, dass sie auf ihre jüngsten Wahlerfolge mit Demut schauen sollte. Denn noch ist längst nicht ausgemacht, dass ihr Abschneiden in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen einen neuen Trend begründet. Noch kann sich der jüngste Höhenflug als eine weitere Episode zwischen Big-Brother-Spaßpartei und Klientelpolitik á la Hotelsteuer herausstellen. Aber eine Lehre für die Wahlverlierer steckt in ihrem Ergebnis auch. Die FDP hat, anders als ihre politischen Konkurrenten, zuletzt konsequent an ihrem Markenkern gearbeitet. Wo CDU, SPD und Grüne sich zuweilen sehr gleichen, definiert sie sich über Marktdenken und Liberalität. Es mag nur eine Nische sein, aber sie reicht aus, um die FDP zu einem Machtfaktor erstarken zu lassen. Ihr Kurs wider die Beliebigkeit eröffnet ihr Regierungsoptionen, die noch vor wenigen Monaten als absurd abgetan wurden. Doch der Erfolg darf der FDP nicht zu Kopf steigen. Christian Lindner hat einen Hang zu Arroganz und Kraftmeierei, wie sich in der „Berliner Runde“ zeigte. Damit kann er seinen eigenen Erfolg schnell zunichtemachen.

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