Weser-Kurier: Über die Grünen schreibt Milan Jaeger:








Bremen (ots) – Gegen Mittag twitterte Katrin Göring-Eckardt noch: „To do-Liste abhaken: Kreuzchen machen. Zweitstimme Grün! Sonntag genießen!“ Das mit dem Abhaken mag noch geklappt haben, das mit dem Genießen weniger: Es folgte eine krachende Wahlniederlage. Die Grünen haben mit der Spitzenkandidatin und bisherigen Schulministerin Sylvia Löhrmann ihr Ergebnis von vor fünf Jahren fast halbiert. Die Ökopartei wurde vor allem für ihre Schulpolitik abgestraft, für viele Wähler in Nordrhein-Westfalen eines der wichtigsten Themen. Gleichzeitig waren viele mit der Regierungsarbeit der Grünen noch unzufriedener als mit der der Sozialdemokraten. Vor allem aber hat der letzte Trumpf Löhrmanns nicht gestochen: In höchster Verzweiflung hatte sie im Wahlkampfendspurt ohne Not eine Koalition mit CDU und FDP ausgeschlossen. Die Wähler goutierten das nicht. Außerdem nahm Löhrmann ihrer Partei damit die letzte verbliebene Machtoption. Währenddessen hatte sich Robert Habeck in Schleswig-Holstein mit seiner Offenheit gegenüber der FDP ausgezeichnet und damit ein hervorragendes Ergebnis eingefahren. Das ist auch ein Signal dieser beiden Landtagswahlen.

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